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indigo
06.07.2006, 21:00:36 | Interpret: Moonbootica, Titel: Moonbootica, VÖ: |
Ich als eher waehlerisches Individuum was elektronische Musik angeht habe schon einige Zeit darauf verwendet, ueber Remixe von Moonbootica zu staunen - und natuerlich das wunderbare ""Pretty Little Angel" zu vergoettern, das in Kooperation mit IAMX entstand. Zufaellig wie das Leben so ist lief mir nun letztlich das Album von Moonbootca ueber den Weg - und ehrlich gesagt hat es mein itunes seitdem nicht mehr verlassen. Fette aber doch variationsreiche Beats, irre LYrics, geniale Effekte - und das ganze in dem dreckigen Sound, den man den beiden Herren in der Presse schon seit Ihren DJ-Tagen nachsagt. Erstaunt hat mich in meinen Recherchen, dass eine Haelfte dieser Kombo tatsaechlich bei Fuenf Sterne DeLuxe ist ... sehr vielseitig der Herr. ANspieltipps will ich eigentlich keine abgeben, dafur ist diese Platte zu gut und zu vielseitig.
(im uebrigen koennte mal wieder jemand anderes was schreiben - ich komm mir hier so allein vor ;) )
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Andreas
15.03.2006, 03:07:40 | Interpret: Glenn Gould, Titel: Goldbergvariationen (J.S. Bach), VÖ: |
..um mal wieder einen abstrusen Eintrag zu fabrizieren, stelle ich sie vor, meine Lieblingsplatte: Bachs 'Goldbergvariationen' in der 1989er Interpretation von Glenn Gould, kurz vor seinem Tod aufgenommen, tatsaechlich fragte ich mich lange Zeit, WELCHE der beiden Versionen von Glenn Goulds Goldbergvariationen wohl die 'ewigere' sei, die 1959er Version die einer Jugend, einem Impuls entsprang, einem unglaublichen Genie oder die Version von 1989, in der sich das Leid und das Mitfuehlen eines gesamten verkorksten Lebens buendelte, natuerlich ist es die 1989er Verion, ihre Konzentriertheit, provozierende Langsamkeit-waere Glenn Gould Mathematiker gewesen, er haette die Mathematik seines Jahrhunderts revolutioniert, fraglos. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung von Musiktheorie, sonst wuerde ich hier noch einige wichtigtuerische Analysen einfliessen lassen, so aber muss das reichen: die Konzentrierhiet jenes beruehmten 'koeniglichen' Themas, seine Melodioesitaet, dann ein behutsamer Uebergang in die Zweistimmigkeit, eine scheinbare Einfachheit, die im laufe der Variation in brachiale Komplexitaet uebergeht und am Ende ein Innehalten, ein neues und doch altes Thema, man moechte die Goldbergvariationen immer wieder von vorn beginnen.
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Cate (mal wieder)
12.08.2005, 05:44:19 | Interpret: M83, Titel: Before the Dawn heals uns, VÖ: 15. Juni 2005 |
M83 ist nicht von dieser Erde... In der Tat! Denn das französische Duo benannte sich nach einer entfernten Galaxie. Und so klingen sie auch... BFORE THE DAWN HEALS US wirkt befremdlich, düster und irreal. Die Musik pendelt zwischen melancholischen Klavier-Intros, verstörenden Geräusche-Samples und unheimlich anmutenden Chören, auch mal verzerrten Gitarren Breaks und ab und an wüsten (elektronischen?) Schlagzeug-Sets. All das erinnert mal an Mogwai oder Godspeed, you black Emperor!, dann wieder glaubt man Sigur Ros zu hören oder die melancholischen Stücke ähneln denen von The Album Leaf. M83 lehren Furcht, Erstaunen, Trauer, dann wieder unendliche Liebe, Geborgenheit und Euphorie, als kämen sie von irgendwo her (gar einer fernen Galaxie!?), um dieser Welt etwas mitzuteilen. Nur was? Die Tracks sind Soundtracks zu Alpträumen, Visionen und Sehnsüchten, Erinnerungen, ja, vielleicht sogar Psychosen... Allesamt kleine Filmchen, die einen den Spiegel vorhalten, aber mit Röntgenblick! ;o) DON´T SAFE US FROM THE FLAMES läuft momentan auf MotorFm und ist, wie ich finde, weniger repräsentativ. Tracks, wie SAFE, FAREWELL/GOODBYE oder SLIGHTLY NIGHT SHIVERN sind meine persönlichen Lieblinge... Aber macht euch selbst ein Bild und gebt diesen außergewöhnlichen Musikern eine Chance! (Die machen das nämlich schon ´ne ganze Weile und haben weiß Gott was vorher für Kram fabriziert... ;o).....) Tanzbar ist auf dem Album wohl eher weniges, aber, um ehrlich zu sein, bewegen kann (und will) ich mich zu den Klängen von M83 sowieso nicht! Und jetzt nochmal SAFE hören! (...mit dem schönen Feuerwerk-Outro) ... und nicht bewegen! ;o)
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Cate
Berlin 21.07.2005, 02:09:13 | Interpret: Sigur Rós, Titel: Konzert-Eindruck, VÖ: 20. Juli 2005 - Columbiahalle |
Ein Konzert, bei dem in einer unverhofften Pause 3500 Menschen totenstill sind... Ein Konzert, bei dem die Musiker in seliger Ruhe während des Stücks zu einem anderen Instrument gehen... Ein Konzert, bei dem kein Wort gesagt wird, aber es niemandem daran fehlt... Ein Konzert, bei dem der Kopf Platz schafft für all das, was da auf ihn einprallt... Ein Konzert, bei dem man ernsthaft glaubt, die Welt sei in Ordnung...
Mit anderen Worten:
Ein Konzert, bei dem Cate vergißt, daß sie krank ist (!) ... Ein Konzert, bei dem Cate versäumt sich ein Bier zu holen (!!) ... Ein Konzert, bei dem Cate keine einzige Zigarette raucht (!!!!!) ...
...so ein Konzert macht Cate glücklich! :o) (...und gesund!)
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